Vorsicht beim Verbrennen von Räucherstäbchen!
Achtung beim Verbrennen von Räucherstäbchen!
Zwar füllt das Verbrennen von Räucherstäbchen einen Raum mit süßen Gerüchen, einer neuen Studie zufolge können sie, wenn man ihnen über einen längeren Zeitraum ausgesetzt ist, jedoch das Risiko erhöhen, an den Atemwegen an Krebs zu erkranken.
Die Analyse, die die Autoren nennen, ist die erste vorausblickende Untersuchung von Räucherwerk und Krebsrisiko und erschien 2008 in der Oktober-Ausgabe von CANCER, eine durch Fachleute überprüfte Zeitschrift der „American Cancer Society“.
Forscher haben bewiesen, dass das Verbrennen von Räucherwerk, das aus pflanzlichen Materialien hergestellt und mit Ölen vermischt wird, eine Mischung aus möglicherweise krebserregenden Substanzen erzeugt, die polyaromatische Kohlenwasserstoffe, Karbonyle und Benzole enthalten.
Da der Rauch von Räucherwerk inhaliert wird, haben diverse Studien sich mit dem möglichen Zusammenhang von Räucherwerkverbrennung und Lungenkrebs befasst. Die Ergebnisse waren jedoch widersprüchlich.
Darüber hinaus wurden die mögliche Verbindung von Räucherwerkgebrauch und anderen Krebsarten der Atemwege nicht analysiert.
Um dies zu überprüfen, haben Dr. Jeppe Friborg des Statens Serum Instituts in Kopenhagen, Dänemark und Kollegen in Singapur und den Vereinigten Staaten die Verbindungen zwischen der Aussetzung von Räucherwerk und dem ganzen Spektrum an Krebsarten im Bereich der Atemwege anhand einer großen Bevölkerung in Singapur untersucht.
Die Studie beinhaltete im Zeitraum von 1993 bis 1998 61.320 Chinesen aus Singapur, die keinen Krebs hatten und ein Alter zwischen 45 und 74 aufwiesen. In dieser Zeit absolvierten sie ein Interview über Lebensbedingungen, Diätvorschriften und Faktoren des Lebensstils.
Die Forscher folgten diesen Personen im Laufe des Jahres 2005, um festzustellen welcher der Teilnehmer in dieser Zeit an Krebs erkrankt war.
Dr. Friborg’s Team verzeichnete eine Summe von 325 Krebserkrankungen im oberen Atemtrakt (dies beinhaltete Krebs im Bereich der Nasen- und Nebenhöhlen, Zunge, Mund, Kehlkopf und andere Krebsarten) und 821 Erkrankungen an Lungenkrebs während der Nachuntersuchung.
Der Gebrauch von Räucherwerk wurde mit einem signifikant steigenden Risiko von Krebs im oberen Atemtrakt (mit Ausnahme des Nasen-Rachenraums) in Verbindung gebracht. Allerdings konnte im Großen und Ganzen kein Effekt auf Lungenkrebs festgestellt werden.
Die Forscher fanden außerdem heraus, dass die Dauer und Intensität des Räucherwerkgebrauchs mit einem steigenden Risiko von schuppenartigen Zellkarziomen im gesamten Atemtrakt in Verbindung gebracht werden konnten. Schuppenartige Zellkarziome bedecken die innere und äußere Oberfläche des Körpers.
Im Hinblick auf die Untersuchungsdaten scheint der Gebrauch von Räuchermitteln sich dem erhöhten Risiko an schuppenartigen Zellkarziomen im oberen Atemtrakt bei Rauchern beizugesellen. Räuchermittel erhöhten das Risiko auch nachweislich bei Nichtrauchern, was einen unabhängigen Effekt des Rauchs von Räuchermitteln beweist.
„In Anbetracht der weit verbreiteten und manchmal unfreiwilligen Aufnahme von Rauch aus brennenden Räuchermitteln, fördern diese Erkenntnisse erhebliche Konsequenzen der allgemeinen Gesundheit zu Tage“, war die Aussage der Forscher.
Neben Initiativen, die die Aussetzung gegenüber Räuchermittelrauch verringern sollen, sollten laut Aussage der Forscher zukünftige Studien unternommen werden, um die weniger schädlichen Arten von Räucherwerk zu ermitteln.
Eine Rauchkraut – Geschichte
Spirituelle Rituale und das Verräuchern von Kräutern und Harzen ist wahrscheinlich so alt wie die Menschheit selbst. Möglicherweise haben schon unsere Vorfahren in der Steinzeit mit der Entdeckung des Feuers zum ersten Mal ein Rauchkraut entdeckt bzw. Räuchermischungen hergestellt. Beim Verbrennen verschiedener Hölzer wurde bestimmt auch der Geruch bemerkt der entsteht wenn z.B. besonders harzige Hölzer oder Kräuter verbrannt wurden.
Aus jüngerer Vorzeit weiß man genaueres durch erhaltene Ritualstätten. In allen Hochkulturen wurde geräuchert. Nicht nur bei Ritualen sondern irgendwann auch um Fleisch oder Fisch länger haltbar zu machen. Je nach verwendetem Holz ändert sich auch das Aroma. Auch Räuchermischungen aus verschiedenen Kräutern kamen zum Einsatz um den Geschmack positiv zu beeinflussen.
Egal ob Römer, Griechen, Kelten oder Angelsachsen, alle haben auf ihre ganz eigene Weise die Kräuter der Natur genutzt. Je nach Ritual kamen als Ritualbedarf verschiedene Kräuter als Räucherwerk zum Einsatz. Teilweise wurden den Kräutern magische oder heilsame Kräfte nachgesagt und in der Tat gibt es viele Heilkräuter deren Wirkung erwiesen ist. Es ist jedoch davon auszugehen das bei Rituellen Zeremonien die spirituelle und möglicherweise berauschende Wirkung des Räucherwerks / Rauchkraut im Vordergrund stand.
Durch aufkeimenden internationalen Handel mit Kräutern als Gewürze, ist die Vielfalt in Europa was Räucherwerk angeht enorm gewachsen. Vor allem aus dem Orient strömten neue Kräuter in die westliche Welt und der Ritualbedarf wurde zunehmend auch mit diesen erweitert und gedeckt. Wie sich ein gutes Rauchkraut verhält ist dabei von Land und Kultur abhängig. In Europa werden Räuchermischungen mit einem eher lieblichen Duft bevorzugt während er in anderen Ländern etwas würziger sein darf.
In der Neuzeit erlebte das Räuchern in den sechziger und siebziger Jahren einen Boom. Esoterik und Selbstfindung waren auf einmal sehr angesagt und alle möglichen Kräuter waren ein beliebtes Hilfsmittel bei der Bewusstseinserweiterung. Neben diversem exotischem Räucherwerk wurden auch einheimische Kräuter wiederentdeckt wie Helmkraut oder Alraune. Es werden immer wieder Pflanzen verboten während immer neue chemische Verbindungen auf den Markt kommen. Es gibt zahlreiche Pflanzen die trotz heilender Wirkung aus politischen oder wirtschaftlichen Gründen verboten werden. Die bekannteste ist mit Sicherheit Cannabis. Zwar ist der Gebrauch mit strengen Auflagen in der Medizin mittlerweile in Deutschland erlaubt, aber das Stigma mit dem diese Pflanze zu kämpfen hat wird sie so leicht nichtmehr los.
Eine interessante Geschichte hat auch der Stechapfel hinter sich. Lange Zeit als Heilpflanze bei Atembeschwerden genutzt und sogar in der Apotheke erhältlich, sorgte der massive Missbrauch in den siebziger bis achtziger Jahren dazu dass die Pflanze regelrecht verteufelt wurde. Bis dahin war es üblich Stechapfel gegen z.B. Asthma zu rauchen oder zu verräuchern, aber als Junge Leute auf die Idee kamen sich Tee oder einen mit Alkohol gemischten Sud daraus zu machen, kam es zu zahlreichen Zwischenfällen mit dem ein oder anderen Krankenhausaufenthalt. Besonders Medienwirksam waren Zwischenfälle mit Menschen die extreme Halluzination hatten und wirr in der Öffentlichkeit herumirrten. In Einzelfällen rissen sich Menschen in aller Öffentlichkeit die Kleider vom Leib. Das führte zu einer regelrechten Dämonisierung dieser Pflanze.
Aber wie konnte es so weit kommen? Ein Stück weit ist es vielleicht eine grundsätzliche Angst vor der Natur. Wir sind es gewohnt eher einem sterilen, neutralem, chemischem Medikament zu vertrauen, als einer Jahrtausende alten Pflanze. Viele Pflanzen, so wurden wir gelehrt, sind gefährlich. Man will sie nicht mal anfassen. Ein gutes Beispiel ist der Fliegenpilz. Er wird immer als giftig und gefährlich dargestellt. Dass Fliegenpilze in einer ganzen Gesellschaft einst als Rauschmittel in Form eines Trankes (Soma) Verwendung fanden, erfahren wir leider nicht.
Unsere Vorfahren haben sich über die Jahre Wissen über die verschiedenen Räucherwerke angeeignet das leider teilweise verloren gegangen ist. Vieles wurde mündlich weitergegeben und nur wenige Gebräuche bei denen Räuchern eine rituelle Rolle spielt sind bis heute überliefert. Wir sollten das Internet nutzen um altes Wissen aber auch neue Erfahrungen weiter zu geben!
Heutzutage wird anders geräuchert wenn es um Rituale geht. Es wird keine Dorfgemeinschaft zusammengetrommelt die dann einem rituellen Fest beiwohnt. Heute bestellt sich der User seine Räuchermischung im Internet gleich zusammen mit einer Räucherschale um in kleiner Runde mit seinen Freunden zu räuchern. Den Vorteil den wir heute haben sehen die meisten Leute im Austausch über das Internet. Wenn man eine gute Räuchermischung gefunden hat die sowohl von der Auswahl der Kräuter als auch dem entstehenden Duft ansprechend ist, so kann man in sofort alle seine Freunde informieren und teilhaben lassen. Diese wiederum empfehlen ein gutes Räucherwerk gerne weiter und so entstehen Communitys die es einem leicht machen Informationen über das verräuchern von Räuchermischungen oder Harzen zu finden. Es sind nun nicht nur Dörfer sondern ganze Länder die sich austauschen und ihre Räucherrituale beschreiben können.
Bedeutung von Räucherwerken bei Reiki
Im Reiki steht das Räuchern zwar nicht im Vordergrund, jedoch sollte es bei einer Reiki Behandlung nicht fehlen. Räucherwerk und Räuchern unterstützen die Meditation und die Entspannung des zu Behandelnden und den Fluss der Reiki Energie des Reiki Gebenden.
Je nachdem, welches Ziel hierbei erreicht werden soll – ob zur Steigerungen des Wohlbefindens, der Aktivierung der inneren Selbstheilungskräfte oder zur Erhaltung der Gesundheit – bietet sich der Einsatz verschiedener Räucherwerke an. (more…)







